Mein persönlicher Jahresrückblick 2017 und Vorsätze für 2018 – Teil 2

Im letzten Blogpost habe ich euch von den ganzen Projekten berichtet, die ich mir für 2018 vorgenommen habe. Bestimmt habt ihr auch auf Instagram schon ganz viele #makenine2018 und #2018diydontbuy Inspirationen entdeckt, da kommt schnell einiges zusammen. Ganz schön viel Zeit, die man so im Nähzimmer verbringt. Manchmal fühle ich mich etwas einsam beim dahinwerkeln. Geht es dir auch so?

Die Community ist für mich online sowie offline ein wichtiger Teil beim Nähen. Gemeinsam macht’s einfach doppelt Spaß und man nimmt immer mindestens einen Geheimtipp mit. Oder wo mir meine Nähmädels auch oft helfen: wenn ich endlos über einen bestimmten Schritt oder ein Design grübele. Meistens hat sofort jemand eine Lösung parat, auf die ich vor lauter Wald gar nicht gekommen wäre. Deswegen ist 2018 für mich das Sew-Social Jahr.

 

Nähreisen

Die Nähreisen habe ich im letzten Jahr eindeutig vermisst. Bisher bin ich gerne ins Chateau Dumas nach Frankreich mit burda style gefahren. Für 2017 wollte ich allerdings Abwechslung haben, habe aber dann noch nicht die passende Alternative gefunden. Ein Traum wäre für mich ja einen Haute Couture Sewing Workshop bei Susan Kahlje zu belegen. Aber die kosten mit Flug und allem drum und dran leider ein kleines Vermögen, deshalb ist dieser Plan erstmal von der will-ich-unbedingt-und-sofort- auf die Sewing-Bucket List gewandert.

Umso schöner war es, dass es ein kleines verlängertes Wochenende im Süden gab mit Marianne, einer der burda style Kursleiterinnen. Sie hat die ehemaligen zu sich in ihr Atelier eingeladen. Mit ihr konnte ich dann eeeeendlich meinen heißgeliebten Jumpsuit nähen. 2017 war definitiv das Jumpsuit/Overall Jahr. Einen zum Skifahren und jetzt noch einen eleganten für den Sommer.

2016 habe ich schon einen ersten Anlauf genommen mit dem Ailaki Jumpsuit von named clothing. Das ging aber mächtig schief. Zum einen war die BH-Frage nicht geklärt und nach der gefühlt hundertsten Passform Korrektur war am Ende das Oberteil zu kurz, dass nur noch Stehen in absolut gerader Offiziershaltung drin gewesen wäre. So ist der Traumhafte sommer Schurwollstoff in bordeaux in die Tonne gewandert. Um den zu ergattern habe ich den ganzen HüCo in Berlin umgegraben. Naja was solls. Jetzt habe ich einen Kurz-Jumpsuit in schwarz und bin überglücklich! Dank Marianne, du bist echt die Beste! Das war sicherlich auch der letzte, denn die Passform hinzubekommen ist echt eine Katastrophe.

Habt ihr eine Nähreise für 2018 geplant oder ein Traumziel?

 

Spezial-Nähkurse

Alternativ zur Nähreise kann ich mir auch gut einen Kurs zu einem Spezialthema vorstellen. Von dem Trip nach Berlin an die ESMOD Fashion School schwärme ich heute noch. Dort habe ich an der Summer School einen „Draping & Moulage“ Kurs belegt und nebenbei kann man in Berlin noch unverschämt gut Stoffe shoppen. Für diejenigen, die gerade ein leichtes Kribbeln verspüren, man sollte allerdings mindestens eine Woche dranhängen für eine ausgedehnte Shoppingtour. Es gibt einfach viel zu viele Adressen und Spezialgeschäfte.

Leider hat die ESMOD im Herbst nach München nun auch ihren Standort in der Hauptstadt aufgegeben. Jetzt heißt es also nach neuen Möglichkeiten Ausschau halten. Vielleicht schaue ich ja mal in Mailand oder an der Londoner Modeschule vorbei. Oder gar Paris?? Wenn ihr schon mal im Ausland einen Kurs belegt habt, gerne immer her mit den Tipps :-))

 

Couture Kurse bei Julia Jamei

Vielleicht geht es euch ja ähnlich wie mir. Gute Kurse über das Anfängerniveau hinaus zu finden, ist wirklich schwierig. Das Angebot ist nicht gerade ergiebig und der Fortschritt ist von der Motivation deiner Nähkursleiterin abhängig.

 

 

Wenn du schon länger nach neuen Herausforderungen suchst oder neue Nähtechniken dazulernen möchtest, dann trage dich am Besten gleich in den Newsletter am Ende der Seite ein. So verpasst du auf keinen Fall die Termine. In den nächsten Tagen wird es hier dann die Infos zum ersten Julia Jamei – Couture Workshop geben.

Lasst mich auch gerne in den Kommentaren wissen, wenn euch ein bestimmtes Thema besonders interessiert oder welche Technik ihr schon immer mal beherrschen wolltet.

 

Die Nähblogger-Community

Blogs, Foren, Instagram, auf burdastyle.de… überall wird über Schnitte, Stoffe und Nähwissen gefachsimpelt. Besonders aufregend wird es, wenn sich die kreativen Köpfe zum gemeinsamen Nähen verabreden. Letztes Jahr im Herbst war ich das erste Mal auf der Annäherung Süd, einem riesigen Nähwochenende organisiert von Alexandra (Mama macht Sachen).

In Würzburg habe ich so viele wunderbare Menschen kennengelernt Sehr spannend finde ich immer, die Gesichter hinter den Blogs zu treffen. Und da man sich meistens von den Blogs schon ganz gut kennt, fühlt es sich so an, als würde man gute Freunde nach langer Zeit wieder sehen – nur dass man sich eben das erste mal offline sieht. Ich liebe die Treffen und möchte dieses Jahr unbedingt wieder mit der Nähmaschine auf Tour gehen.

Im Januar ging es dann gleich Richtung München, dort hat Melanie von The Flying Needle in Possenhofen am Starnberger See ein Treffen organisiert. Ich find es total spannend, was Melanie gerade alles auf die Beine stellt und wie sie die Nähwelt aufmischt. Eine absolute Follow-Empfehlung, da tut sich einiges. 🙂

Liebe Couture Fans, gibt es Interesse an einem Bloggertreffen mit/ohne Nähmaschine im Frankfurter Raum?

 

Folge:

13 Kommentare

  1. Januar 19, 2018 / 7:18 am

    Auf ein Nähtreffen möchte ich unbedingt einmal, nur ist man in der Schweiz so abseits vom Schuss von allem was so organisiert wird.

    Was dir eventuell auch als Kurs gefallen könnte wäre ein Luneville Stickereikurs, ist per so kein Nähkurs, allerdings erlent man da die Technik mit der die Haute Couture Roben so üppig verziert werden und zu Luxus Einzelszücken werde. Ich verwende die Technik selten, aber es ist so wunderbar medidativ.

    Den Drapier Kurs den du besucht hast stelle ich mir auch total interessant vor.
    lg Sabine

    • Januar 19, 2018 / 12:52 pm

      wo gibt es dazu kurse in Deutschland ?
      ich kenne nur eins in Rom, 1 in Mailand, eins bei Lesage in Paris, eins in Niederlanden und etliche in Russland und Baltikum-Länder. Europäische sind wahnsinnig teuer.

    • Januar 19, 2018 / 4:14 pm

      Hallo Sabine,
      das klingt spannend. Da muss ich mal weiter recherchieren, denn die Verzierungen der Kleider sind absolut bewundernswert.
      Lieben Gruß,
      Julia

      • Januar 19, 2018 / 4:27 pm

        Hallo Julia, schau in meinem blog oben unter dem button “la broderie de Lunéville”, da habe ich einige gezeigt.es macht so viel spass,dass es regelrecht süchtig macht.
        das problem in deutshcland sind nicht nur die kurse, sondern auch materialen:-(
        es ist sehr schwierig für ein stück etwas zusammen zu kriegen und dann noch in der richtigen grösse und richtigem farbton. bei luneville werden hauptsächlich pailetten 3 und 4 mm verwendet. und das gibts hier einfach nicht:-(ich muss ständig lange suchen und dann aus aller welt bestellen.

      • Januar 24, 2018 / 5:15 pm

        Deine Arbeiten sind wirklich super schön und sooo aufwändig. Das mit den Materialien ist ja leider oft so, wenn man nicht gerade nach dem Standard näht bzw. auf der Hobbyschneiderebene. Ich muss auch oft lange suchen, bis ich alles zusammen habe.

      • Januar 24, 2018 / 6:30 pm

        Hallo
        Also
        Ich habe einen Wochenendkurs in München gemacht, bei Judith Weinmair. http://www.judithweinmair.de/service/

        Und einen 5 Tages Kurs in St Gallen (Textilmuseum) bei Elisabeth Roulleau. http://www.elisabethroulleau.com
        Dieser findet soweit ich einmal im Jahr mit unterschiedlichen Levels statt. Elisabeth Roulleau, als auch Judith Weinmair haben bei Lesage gelernt. Während es München nicht ganz so streng hergeht, wird von Elisabeth Roulleau die strenge französische Linie bevorzugt.
        Nur zum reinschnuppern würde ich zuerst in München den Kurs machen.

        Den in St Gallen war die Kursleiterin sehr streng und hat ziemlich alles in französisch erklärt, bis sie sich dann erinnert hat, das ich als einzige nicht französisch kann. Dafür habe ich extrem viel gelernt. Besonders ambitionierte können auch direkt bei Elisabeth Roulleau in Lyon einen Kurs besuchen.

        Meine Materialien habe ich mir bisher online bei Myrville.nl bestellt. Für die französischen Online-Shops reicht mein nicht vorhandes französisch nicht.

    • Heike Waber
      April 13, 2018 / 9:58 pm

      Hallo, ich suche gerade ein Nähurlaub oder für ein Wochenende für das Jahr 2018 .für Sommer oder Herbst . Hat jemand eine Idee oder sogar Adressen . Ich würde Deutschland bevorzugen .Grüsse aus Flörsheim am Main

  2. Januar 19, 2018 / 11:38 am

    Das sind super Pläne! Ich finde Nähcamps auch großartig! Im März bin ich wieder bei Elkes (Elle puls.com) in Berlin.
    Und die Idee mit den Couture-Kursen finde ich sehr gut. Ich trage mich gleich in den Newsletter ein.
    Der Burdastyle – Kurs in Südfrankreich ist im Moment noch ein Wunschtraum von mir.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg und Spaß beim Lesen Umsetzen Deiner Pläne!
    LG Griselda

  3. Januar 19, 2018 / 12:37 pm

    :-)ich verbringe unverschämt viel zeit in meinem Nähraum seit ich ihn bekommen habe.einsam bin ich nie,aber ein schlechtes gewissen habe wohl:-) darum versuche ich,wenn ich haute couture sticke, im wohnzimmer zu sein,da ist auch mehr platz für den riesen stickrahmen:-))
    bei Susan Khalje würde mich schon eh chanel-kurs sehr reizen.die ergebnisse sind toll.aber gleiche gründe wie bei dir. zum glück habe ich russische alternativen,die um einiges günstiger sind und einiger sogar in der variante von interaktiven online-schulungen möglich. aber zu pariser Lesage-Stickerei-schule habe ich keine alternative und ihre preise beissen! genau so wenig kann ich mir den kurs bei Beate Sievi in der Schweiz leisten:-( die ist die weltbeste korsettmeisterin…
    tja, deswegen.. kleine bröttchen backen- autodidaktisch lernen, viel ausprobieren!:-))

  4. Vivian Staubach
    Januar 24, 2018 / 10:46 am

    Hallo Julia, bin zwar bloglos aber nähversessen !Mein Projekt für 2018 ist eine Chaneljacke….den cremefarbenen Stoff mit passendem Seidenfutter habe ich schon letztes Jahr bei Moods in New York erstanden ,Wolle um Borten herzustellen liegt auch schon bereit.
    Mein Traum wäre die Jacke von Geraldine Chaplin in dem Lagerfeld Film auf der Chanel website.
    Ich war bei der ersten Burda Reise im Chateau Dumas dabei, und es war traumhaft…seitdem habe ich nur einmal einen Schnittkurs in Offenbach besucht, der eher deprimierend war.
    Ein Couture Treffen im Frankfurter Raum fände ich großartig.
    LG Vivian

    • Januar 24, 2018 / 5:19 pm

      Hallo Vivian,
      was für ein tolles Projekt. So eine Jacke würde ich mir auch gerne mal nähen, allerdings nur der Technik wegen. Anziehen würde ich sie nicht 😉 Aber das wäre mir zu schade für die vielen Nähstunden.
      Na dann hoffe ich mal, dass es klappt mit einem Treffen damit ich deine Jacke dann bewundern kann.
      Den Schnittkurs in Offenbach an der “Modeschule” habe ich auch schon gemacht. Ich teile da deine Begeisterung.
      Lieben Gruß,
      Julia

  5. Januar 24, 2018 / 4:41 pm

    Oh, über ein Bloggertreffen in Frankfurt würde ich mich sehr freuen, mal wieder in die alte Heimat. Ich überlege noch ob ich im April am Nähtreffen von Elke in Stuttgart teilnehme. Es klingt auf jeden Fall nach einem aufregenden Jahr bei dir und ich werde das gerne verfolgen!

    • Januar 24, 2018 / 5:21 pm

      Hallo Svea,
      super, dann wäre ja ein Bloggertreffen ein schöner Anlass wieder mal in die Stadt zu kommen. Das würde mich freuen, wenn du dabei bist.
      Lieben Gruß,
      Julia

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